Verabschiedung Jürgen Böhm

„Jürgen Böhm ist ein Glücksfall für die Bildung!“ Nicht nur Mario Ohoven, Präsident des Deutschen Mittelstands, ist dieser Meinung, sondern viele seiner Wegbegleiter. Weit über hundert Gäste waren der Einladung gefolgt und verabschiedeten Jürgen Böhm, ehemaliger Schulleiter in die Verbandsarbeit.
Vor 13 Jahren durfte er die Realschule Arnstorf als Schulleiter gründen. Zusammen mit Eltern, dem gegründeten Förderverein, dem Markt, namentlich Alfons Sittinger, den Vertretern der heimischen Politik und der Unterstützung durch Hans Lindner konnte er einen zentralen Standort der Bildung aufbauen und gestalten.
Allen Kritikern und Zauderern zum Trotz entstand eine Schule, die ihresgleichen sucht. Sowohl im Land als auch bundesweit. Eine Leuchtturmschule. „Wenn es Arnstorf nicht gäbe, dann müsste man es erfinden“, so sagte es ein Referatssleiter des KM vor kurzer Zeit treffend.

Jürgen Böhm hat diese Schule mit Innovationsgeist geführt, mit Bedacht und Demut, mit Courage und Entschlossenheit, mit Menschlichkeit und Großmut. Er war nie nur Verwalter, sondern immer in erster Linie Gestalter, Vordenker und Ideengeber.
Er hat die Digitalisierung nicht nur hier in Arnstorf, sondern landes- und bundesweit vorangetrieben. Laptop, Smartphone und Co sind hier selbstverständlich, erwünscht und gefördert. Der verantwortungsvolle Umgang mit diesen Medien stand immer im Vordergrund. Der pädagogische Mehrwert ist entscheidend.
Erziehung zu Werten und Demokratie – ein Schlagwort, das nicht nur auf dem Programm steht, sondern gelebt wird mit Schule ohne Rassismus, Juniorwahl, Planspiel Landtag und Lernort Staatsregierung.

Vor 10 Jahren war er Mitbegründer der MINT-Bewegung. Die angedachten Maßnahmen und Neuerungen zur Beruflichen Orientierung haben bei ihm immer offene Türen eingerannt.
Er erfand die Ü9 – ein einzigartiges Modell, mit dem Schüler mit Quali bei uns ihren Realschulabschluss machen können – und das sehr erfolgreich und mit heuer 30 Schülern in einer Klasse.

Als Chef in Arnstorf war er immer jemand, vor dem man laut denken darf. Ideen entwickeln sich nur dann, wenn man Freiräume zugesteht, andere in ihrem Denken nicht behindert, sondern sich entfalten lässt, ohne jedoch abzuschweifen.
Vielen Dank an einen Chef, den man erst finden muss.

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