Technik für Kinder

Unterricht mit Hammer und Lötkolben

Mittel- und Realschüler testen ihre handwerklichen Talente – Angebot des Vereins "Technik für Kinder"

Arnstorf. Kinder für Technik zu begeistern, heißt die wirtschaftliche Zukunft zu sichern. Aber wie kann der technische Nachwuchs gefördert werden? Hier setzt der Verein "TfK – Technik für Kinder" mit dem Projekt "SET – Schüler entdecken Technik" an. Bereits im dritten Jahr ist dieses Projekt an der Realschule etabliert, seit September 2017 ist auch die Closen-Mittelschule mit dabei. In mehreren Modulen dürfen über 150 Kinder aller 5. Klassen beim Löten von Taschenlampen, Wechselblinkern und Sirenen ihre Talente fürs Handwerk entdecken. Mitglieder des Fördervereins TfK Süd machten sich nun ein Bild davon, mit welchem Eifer die Mädchen und Buben mit Lötkolben, Hammer, Hobel und Schraubenzieher umgehen.

Rektor Andreas Scheungrab von der Realschule wusste, stellvertretend auch für Rektor Hans Rottbauer von der Mittelschule, nur Positives zu berichten. "Die Kinder erlernen sowohl handwerkliche Kompetenzen, was ungeheuer wichtig für die Zukunft ist, ebenso Regeln zu akzeptieren, Probleme zu erkennen und Lösungen dafür zu finden", betonte Scheungrab. Dank der Unterstützung durch den Förderverein und den Elternbeirat der Realschule seien für die Schüler keine Materialkosten angefallen. "Das Geld ist gut angelegt", stellten die Gäste beim Besuch in einer "SET-Gruppe" fest. Hier waren Buben am Werk, einen Wechselblinker zu löten. Fachliche Anleitung bekamen sie von Azubis aus verschiedenen Handwerksbetrieben, die ihren Schützlingen ein gutes Zeugnis ausstellten.

"Der richtig Weg, um künftig ausreichend Fachkräfte zu haben", hob Bürgermeister Alfons Sittinger hervor. Besonders gefiel ihm, dass das Projekt von beiden Schulen im Rahmen des Werk- und des Kunstunterrichts und somit am Vormittag durchgeführt wird.

"Da sind nämlich alle Kinder dabei, wäre es ein freiwilliges Nachmittagsangebot, würden wir nur die Vollinteressierten haben", erläuterte Rektor Scheungrab dazu. Auch Stephanie Lindner vom Vorstand der Hans-Lindner-Stiftung, die das Projekt begleitet, freute sich über den guten Fortgang. − cm

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