Bayerischer Landtag beschließt Erziehungscamps?

Der bayerische Landtag beschließt die Einführung von Erziehungscamps in Bayern? Wirklich?

Ja! Die Schülerinnen und Schüler dreier 10. Klassen durften am 29. Januar in die Rollen von Abgeordneten schlüpfen und die Arbeit im Landtag kennen lernen.

Erwin Moser, 58 Jahre, verheiratet, drei Kinder, seit seinem 42. Lebensjahr Mitglied der CSU findet den Gesetzesvorschlag gut, dass jugendliche Straftäter spätestens sechs Wochen nach der Ergreifung in einem Gericht zur Rede gestellt werden. Erziehungscamps sind seines Erachtens eine gute Ergänzung, um die jungen Menschen wieder auf den richtigen Weg zu bringen. Christa Hinterdobler, 47 Jahre, ledig, ein Kind, von Beruf Erzieherin findet diesen Gesetzesvorschlag gelinde gesagt überflüssig. Wenn, dann müsste mindestens eine Therapie in diesen Erziehungscamps stattfinden.

Die Schüler der Realschule Arnstorf diskutieren heiß und bis ins kleinste Detail. Heißt es nun Therapie oder doch therapeutische Maßnahmen? Wie in der realen Politik debattieren sie in der Fraktion, in Ausschüssen und im Plenum und erfahren so, dass Gesetze von Menschen gemacht werden. Die große Politik ist gar nicht so groß, sondern nahbar und gestaltbar. Man muss sich nur trauen und sich engagieren wollen.

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