Einblicke in das Zimmererhandwerk
von Ertl Michaela
Die Klassen 7b und 7c erkundeten die Zimmerei Bammersperger in Geiselsdorf
Um einen möglichst umfassenden Einblick in den Betrieb zu ermöglichen, teilten sich die Klassen jeweils in drei Gruppen auf. Im Rotationsprinzip durchliefen die Schülerinnen und Schüler drei abwechslungsreiche Stationen.
Station 1: Unternehmensporträt und Ausbildungsberufe
In der ersten Station stellte Benedikt Hilz gemeinsam mit Bauzeichnerin Verena Speckmeier das Unternehmen im Besprechungsraum vor. Die Jugendlichen erhielten einen Einblick in das vielfältige Leistungsspektrum der Zimmerei – von traditionellen Dachstühlen über modernen Holzrahmenbau, Umbauten und Aufstockungen bis hin zu Sanierungen, Fassadengestaltungen sowie Gauben und Dachfenstern.
Darüber hinaus lernten die Schülerinnen und Schüler die unterschiedlichen Berufsgruppen kennen, die im Betrieb zusammenarbeiten. Neben Zimmerern gehören dazu unter anderem Bautechnische Konstrukteure, LKW-Fahrer, Spengler und Lageristen.
Besonders ausführlich wurden die Ausbildungsberufe Zimmerer/in und Bautechnische/r Konstrukteur/in vorgestellt. Die Jugendlichen erfuhren dabei, wie ein Bauprojekt von der ersten Planung bis zur Fertigstellung entsteht. Besonders anschaulich war der Vergleich echter Baupläne mit Fotos bereits fertiggestellter Objekte.
Station 2: Handwerkliches Geschick und Teamarbeit in der Fertigungshalle
An der zweiten Station war unter der fachkundigen Anleitung von Fabian Lang echtes handwerkliches Geschick gefragt. In der Fertigungshalle errichteten die Siebtklässler gemeinsam einen kompletten, wetterfesten.
Dabei lernten sie, Baupläne richtig zu lesen, und konnten praktische Erfahrungen im Umgang mit verschiedenen Werkzeugen sammeln. Für einige war bereits die Bedienung eines Akkuschraubers eine neue Erfahrung. Umso größer war die Freude über die Ergebnisse, die sich bei allen Gruppen sehen lassen konnten.
Station 3: Führung über das Betriebsgelände und Einblicke in die Logistik
Geschäftsführer Robert Bammersperger führte seine Gruppe persönlich über das gesamte Betriebsgelände und gab interessante Einblicke in die Geschichte des Familienbetriebs. Bereits seit vier Generationen widmet sich die Zimmerei dem nachhaltigen Holzbau und verbindet traditionelle Handwerksqualität mit moderner Technologie.
Besondere Einblicke erhielten die Jugendlichen in die Abläufe des Wareneingangs und die dort stattfindende Qualitätsprüfung. Auch das gut bestückte Warenlager, in dem die Werkstoffe vor Witterungseinflüssen geschützt werden, wurde besichtigt.
Besonders interessant war es, hautnah mitzuerleben, wie Balken exakt nach den Vorgaben der Bauzeichner verarbeitet werden und wie ein fertiger Dachstuhl für den Abtransport auf einen LKW verladen wird.
Stärkung, Verabschiedung und Nachbereitung
Zwischen den Stationen sorgte eine großzügige Brotzeit für die nötige Stärkung. Dafür bedankten sich alle Beteiligten herzlich.
Zum Abschluss verabschiedete Robert Bammersperger die Klassen mit lobenden Worten. Er betonte, wie sehr sich das gesamte Team darüber gefreut habe, den Jugendlichen die Vielseitigkeit der Berufe im Holzbau näherzubringen und vielleicht sogar das Interesse an einer späteren Ausbildung zu wecken.
Pünktlich zur sechsten Stunde kehrten die Klassen an die Realschule Arnstorf zurück. Dort wurde die Betriebserkundung gemeinsam mit den BwR-Lehrkräften im Unterricht nachbereitet.
Der erlebnisreiche Vormittag bot den Schülerinnen und Schülern spannende Einblicke in die Arbeitswelt des Zimmererhandwerks und machte deutlich, wie vielfältig die beruflichen Möglichkeiten in einem modernen Holzbaubetrieb sind.
Ein herzliches Dankeschön gilt der Zimmerei Bammersperger für die informative und abwechslungsreiche Betriebserkundung sowie für die große Gastfreundschaft.
mm!