Gemeinsames Lesen verbindet
von Ertl Michaela
Realschüler zu Gast an der Arnstorfer Grundschule
Anlässlich des bundesweiten Vorlesetags am 21. November besuchten 20 Schülerinnen und Schüler der Realschule Arnstorf aus verschiedenen 9. Klassen die benachbarte Grundschule. Sie unterstützten die dortige Aktion unter dem Jahresmotto „Vorlesen spricht Deine Sprache“ und gestalteten den Vormittag für die Kinder aktiv mit.
Im Mittelpunkt des Tages stand die Vielseitigkeit des Lesens. Das Konzept sah vor, verschiedene Sprachen in den Klassenzimmern hörbar zu machen. Während Eltern der Grundschüler Geschichten in ihren Muttersprachen – darunter Ukrainisch, Polnisch oder Rumänisch – vorstellten, übernahmen die Schüler der Realschule anschließend den deutschsprachigen Part. Durch diese Arbeitsteilung konnten die Grundschüler den Geschichten inhaltlich gut folgen und gleichzeitig den Klang anderer Sprachen erleben.
Von „Yeti Jo“ bis „Heidi“
Die Literaturauswahl war dabei breit gefächert. Neben modernen, zweisprachigen Titeln wie „Das kleine Wir“ oder „Yeti Jo“ hatten die Vorleser auch zeitlose Kinderbuchklassiker im Gepäck. So lauschten die Kinder in einigen Klassen gespannt den Abenteuern von „Heidi“ oder lernten die Geschichte des „Regenbogenfischs“ kennen. Die Realschüler trugen die Texte engagiert vor und sorgten dafür, dass die Geschichten für die Zuhörer lebendig wurden.
Bekannte Gesichter vom Musical
Für eine besondere Überraschung und eine lockere Atmosphäre sorgte ein unverhofftes Wiedersehen: Einigen Grundschülern kamen die Vorleser aus der Realschule sogleich bekannt vor. Sie erkannten in ihnen die Darsteller der Musicalaufführung „Aladin und die Wunderlampe“ wieder, die sie im Sommer besucht hatten. Dass die Schüler, die sie auf der Bühne gesehen hatten, nun bei ihnen im Klassenzimmer saßen, freute die Kinder sichtlich und erleichterte den Zugang zueinander.
Die Aktion war eine gelungene Fortsetzung der Zusammenarbeit zwischen der Grund- und Realschule Arnstorf und zeigte, wie viel Freude das gemeinsame Lesen bereiten kann. Ein großer Dank gilt den 20 Schülerinnen und Schülern, die sich Zeit genommen haben, um den „Kleinen“ vorzulesen.
