Vortrag: Berufe im Wandel

Veränderungen in der Arbeitswelt beispielhaft vorgestellt im Gesundheits- und EDV-Bereich

Erfreulich groß war das Besucherinteresse beim Vortragsabend, zu dem der Förderverein der Realschule Arnstorf in Zusammenarbeit mit der zweiten Konrektorin Waltraud Erndl eingeladen hatte. ‚Berufe im Wandel – Veränderungen in der Arbeitswelt beispielhaft vorgestellt im Gesundheits- und EDV-Bereich‘ lautete das Thema. Die Fördervereinsvorsitzende Monika Hanseder sowie auch Direktor Jürgen Böhm begrüßten die Zuhörer aufs herzlichste und wiesen auf die besondere Bedeutung der frühzeitigen Berufsorientierung hin. Die Erwähnung einiger Aktivitäten an der Schule, verdeutlichte die besondere Wertschätzung, die dieser Thematik hier entgegen gebracht wird.

Waltraud Erndl, die seit ihrer Tätigkeit an der Realschule Arnstorf den Bereich der Berufsorientierung mit weiteren engagierten Kollegen betreut und diesen mit bewährten, aber auch neuen Angeboten bereichert, führte mit interessanten Informationen zum Thema hin. Sie berichtete, dass es in Deutschland insgesamt 328 duale Ausbildungsberufe gibt, von denen 2/3 (genau genommen 217!) in den vergangenen 12 Jahren überarbeitet und an die aktuellen wirtschaftlichen, technologischen und gesellschaftlichen Anforderungen angepasst wurden. Schon allein diese Tatsache kann unter anderem als Indiz für den stattfindenden Wandel in der Arbeitswelt gewertet werden. Vor allem die technische Entwicklung, aber auch das zunehmende Umweltbewusstsein und die zunehmende Globalisierung sowie die Anpassung an die Erfordernisse des Klimawandels wurden als mögliche Einflussfaktoren dafür genannt.

Prof. Dr. Martin Griebl , Schulleiter der EDV-Schulen in Plattling, sprach im Anschluss über die Veränderungen und Entwicklungen im EDV-Bereich. Und, obwohl die Vergangenheit auf diesem Sektor eigentlich noch nicht allzu weit zurück geht, gibt es hier schon eine Berufsausbildung, die seit 1997 nicht mehr gelernt werden kann, nämlich die des Datenverarbeitungskaufmanns. Der Fortschritt und die Neuentwicklungen in der Datenverarbeitungstechnologie erforderten eine Aufspaltung und Spezialisierung dieses Tätigkeitsbereiches. Aus einem Ausbildungsberuf wurden vier neue geschaffen: Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung oder Systemintegration, IT-Systemelek-troniker, Informatikkaufmann bzw. –frau und IT-Systemkaufmann bzw. –frau. Wie schwierig eine Aussage über die zukünftige Entwicklung auf diesem Gebiet sein kann, zeigte der Referent mit einem Zitat, das dem IBM-Firmenchef Thomas J. Watson zugeschrieben wird. Er soll einmal gesagt haben: „Ich glaube, dass es auf der Welt vielleicht einen Bedarf von fünf Computern geben wird.“ Eine möglichst breit gefächerte und nicht allzu sehr spezialisierte Ausbildung, darin sieht Griebl eine gute Möglichkeit dem Fortschritt und dem Wandel in diesem Tätigkeitsbereich zu begegnen.

Das weitere Berufsfeld, das mit seinen Veränderungen an diesem Vortragsabend vorgestellt wurde, war der Bereich des Gesundheitswesens. Die Ausführungen dazu machte Prof. Dr. Horst Kunhardt von der Technischen Hochschule Deggendorf. Er ging zunächst auf die Gegebenheiten ein, die zukünftig einen starken Einfluss auf diesen Bereich haben werden. In erster Linie wird dies der demografische Wandel sein, dem es zu begegnen gilt. Immer mehr ältere Menschen müssen von immer weniger in Frage kommenden Personen versorgt und betreut werden. Dabei möchte die ältere Generation vermehrt und häufiger auch die Möglichkeiten der Gesunderhaltung nutzen. D. h. auf dem Sektor der Prävention und dem Wellnessbereich könnten sich weitere Dienstleistungsangebote ergeben, die zu mehr Arbeitsplätzen und dem dementsprechenden Arbeitnehmerbedarf führen werden.

Eines zeichnet sich jedoch immer mehr ab, die künftige Arbeitswelt wird immer digitalisierter. Der Einsatz von Computern oder computergesteuerten Maschinen wird in allen Berufsbereichen noch mehr zunehmen, als dies jetzt schon der Fall ist. Sei es, weil man den Computer bei der direkten Berufsausübung benötigt oder der Einsatz zur Verwaltung bzw. zur Abrechnung des jeweiligen Tätigkeitsbereiches notwendig ist.

Eine Aufgeschlossenheit gegenüber dieser Tatsache und mit einem gewissen Maß an Neugierde darauf zu reagieren, das ist die zusammenfassende Empfehlung der beiden Referenten. Der künftige Arbeitnehmer wird vermutlich flexibler arbeiten müssen und Arbeitsbiografien, die sich lediglich in einem Berufsfeld abspielen, wird es sicherlich zukünftig immer weniger geben.

Am Ende der interessanten Ausführungen überreichten die Vereinsvorstände Monika Hanseder und Sylvia Ertl ein Präsent an die Referenten und sie bedankten sich bei den beiden ganz herzlich für ihr Kommen.

Zum Bild - von links nach rechts:
Jürgen Böhm, Realschuldirektor
Monika Hanseder, Fördervereinsvorsitzende
Prof. Dr. Matin Griebl, Schulleiter der EDV-Schulen Plattling
Prof. Dr. Horst Kunhardt, Technische Hochschule Deggendorf
Sylvia Ertl, 2. Vorsitzende des Fördervereins
Waltraud Erndl, zweite Konrektorin der Realschule Arnstorf

43 neue "MINT-freundliche Schulen" in ganz Bayern

Staatliche Realschule Arnstorf erneut für ihr herausragendes Engagement im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) als MINT-freundliche Schule ausgezeichnet

Staatssekretär Georg Eisenreich und der Vorstandsvorsitzende der Initiative "MINT Zukunft schaffen" Thomas Sattelberger zeichnen Schulen in allen Regierungsbezirken aus

FREISING/MÜNCHEN. 43 Schulen aus allen Regierungsbezirken wurden heute in Freising von der Initiative "MINT Zukunft schaffen" für ihr besonderes Engagement im Bereich der naturwissenschaftlich-technologischen Bildung ausgezeichnet.

Bildungsstaatssekretär Georg Eisenreich betonte bei der Veranstaltung: "Für den Wirtschaftsstandort Bayern ist es unverzichtbar, dass unsere Schulen Interesse für Mathematik, Naturwissenschaften und Technik wecken. Die Schülerinnen und Schüler sollen die grundlegenden Kompetenzen erwerben, die sie für eine entsprechende berufliche Ausbildung oder ein Hochschulstudium brauchen. Fachkräften und Akademikern bieten sich in diesen Bereichen attraktive berufliche Möglichkeiten. Deswegen setzen wir uns besonders für die MINT-Förderung an bayerischen Schulen ein."

"MINT Zukunft schaffen"

Die Initiative bietet bereits etablierten MINT-Initiativen und MINT-Aktivitäten eine breite Plattform, bündelt sie, gibt Überblick und Orientierung, schafft Synergien und bildet ein lebendiges Netzwerk. So will sie die Bildung in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik bundesweit nachhaltig verbessern. Der Vorstandsvorsitzende der Initiative "MINT Zukunft schaffen" Thomas Sattelberger erklärte: "Unsere Schulen sind das A und O, um junge Menschen für berufliche MINT-Perspektiven zu interessieren, ihre Potentiale zu wecken und Aufstiegschancen gleich welcher Herkunft und Geschlechts aufzuzeigen. Daher packt ‚MINT Zukunft schaffen' genau dort an."
Schulen, die einen besonderen Schwerpunkt auf die MINT-Fächer legen, sollen für Schülerinnen und Schüler, Eltern sowie Unternehmen erkennbar sein. Deswegen zeichnen bundesweite Partner der Initiative in Abstimmung mit den Arbeitgebervereinigungen der Länder und den Bildungswerken der Wirtschaft diese Schulen auf der Basis einheitlicher Kriterien als "MINT-freundliche Schulen" aus. Damit verbunden ist eine besondere Förderung von Seiten der Wirtschaft in einem "Qualitäts- und Werteprogramm für MINT-freundliche Schulen". Dieses Angebot umfasst beispielsweise Workshops zur Berufs- und Studienorientierung oder Fortbildungen für Lehrkräfte.

Ausgezeichnet wurden 43 Schulen aus allen Regierungsbezirken:

Mittelfranken
Staatliche Wirtschaftsschule Bad Windsheim*
Simon-Marius-Gymnasium Gunzenhausen
Christoph-Jacob-Treu-Gymnasium Lauf a. d. Pegnitz*

Niederbayern
Closen-Mittelschule Arnstorf
Staatliche Realschule Arnstorf*
Karl-von-Closen-Gymnasium Eggenfelden
Staatliche Wirtschaftsschule Landshut*
St.-Michaels-Gymnasium der Benediktiner Metten
St.-Gotthard-Gymnasium der Benediktiner Niederalteich*
Staatliche Realschule Passau; Dreiflüsse-Realschule
Johann-Simon-Mayr-Schule, Staatliche Realschule Riedenburg*
Berufliche Oberschule Straubing
Mädchenrealschule der Ursulinen-Schulstiftung, Straubing
Staatliche Realschule Vilsbiburg*
Gymnasium Zwiesel

Oberbayern
Grundschule Neustift in Freising
Carl-Spitzweg-Gymnasium Unterpfaffenhofen in Germering
Apian-Gymnasium Ingolstadt
Staatliche Realschule Kaufering
Gymnasium Kirchheim b. München
Rupprecht-Gymnasium München*
Staatliche Realschule Neubiberg*
Heinrich-Campendonk-Realschule, Staatliche Realschule Penzberg
Schyren-Gymnasium Pfaffenhofen a. d. Ilm
Johann-Rieder-Realschule, Staatliche Realschule Rosenheim*
Staatliche Realschule Vaterstetten in Baldham

Oberfranken
Maria-Ward-Gymnasium Bamberg
Gymnasium Burgkunstadt
Deichselbach-Schule Buttenheim (Grundschule)
Steigerwaldschule, Staatliche Realschule Ebrach*
Markgraf-Georg-Friedrich-Gymnasium Kulmbach
Staatliche Realschule Pegnitz

Oberpfalz
Robert-Schuman-Gymnasium Cham
Regental-Gymnasium Nittenau
Private Schulen Pindl GmbH, Realschule Regensburg*

Schwaben
Private Wirtschaftsschule Donauwörth der Private Schulen von Dr. Limmer - Prof. Appelt GmbH*
Gymnasium Hohenschwangau*
Marien-Realschule Kaufbeuren des Schulwerks der Diözese Augsburg

Unterfranken
Karl-Theodor-v.-Dalberg-Gymnasium Aschaffenburg
Hermann-Staudinger-Gymnasium Erlenbach a. Main
Gymnasium Veitshöchheim*
Steigerwald-Landschulheim Wiesentheid des Zweckverbands Bayerische Landschulheime, Gymnasium
St.-Ursula-Schule der Ursulinen Würzburg*

*bereits 2011 erstmals ausgezeichnet

Weitere Informationen unter: www.mintzukunft.de

Weitere Fotos der Veranstaltung können unter www.mintzukunft.de heruntergeladen werden.

Quelle: Pressemitteilung der Bayerischen Staatsregierung vom 17.11.2014 (http://www.bayern.de/Pressemitteilungen-.1255.10504062/index.htm - Stand: 17.11.2014)

Ausflug der 9a zu TST Solarstrom in Schönau

Am 12.11.2014 war der deutschlandweite „Green Day“, an dem „grüne“ Berufe näher vorgestellt wurden. Interessierte Klassen der Jahrgangsstufen 8 – 13 konnten sich auf www.greendaydeutschland.de bewerben. Auch die Klasse 9a der staatlichen Realschule Arnstorf nahm an dieser Veranstaltung teil.

So fuhren die 27 Schülerinnen und Schüler zusammen mit ihrem Klassenleiter Hr. Kessler nach Schönau zur Firma TST Solarstrom, die sich mit Solarenergie beschäftigt (www.solarladen.de).

Dort angekommen wurden Sie zunächst von Fr. Maier begrüßt und anschließend vom Firmengründer Hr. Setzermann durch das Firmengelände geführt. Hierbei gab Hr. Setzermann einen Eindruck über das seit 25 Jahren bestehende Unternehmen.

Nach der Besichtigung eines BHKW (=Blockheizkraftwerk), das nicht nur Wärme sondern auch Strom liefert und dadurch perfekt als Winterergänzung zur Photovoltaik steht, durften die Schüler in den neuen Seminarraum, der mit einem SMART Board ausgestattet war, was sie ja schon von ihrem Klassenzimmer kennen. Dort angekommen wurde anhand einer Powerpoint Präsentation genau erklärt, was die Firma TST Solarstrom macht und wie wichtig das Umdenken im Hinblick auf die Energieknappheit der Erde ist. Hr. Setzermann machte deutlich, dass es die Generation der Schüler ist, die sich mit regenerativen Energien und E- Mobilität (sprich E-Bike und Elektroauto usw.) auseinandersetzen muss, da in absehbarer Zukunft die Welterdölbestände aufgebraucht sein werden und sich Kraftstoff nicht mehr jeder leisten kann.

Nach dem Vortrag durfte sich dann die Klasse mit Butterbrezen und Apfelsaftschorle stärken und zur Ruhe kommen.

Hr. Setzermann listete noch die Berufe auf, die die Firma ausbildet und schon kam es zum aktiven Teil der Veranstaltung. Die Schüler durften auf einem E-Bike eine Runde über das Firmengelände fahren und anschließend in einem elektrischen Auto – als Beifahrer – das Terrain erkunden. Sichtlich begeistert waren alle über die doch enorme Beschleunigung des Elektro Autos und auch Hr. Setzermann hatte Spaß in diesem „Fortbewegungsmittel der Zukunft“ seine Runden zu drehen.

Zum Schluss überwachte die Klasse noch das sogenannte Monitoring einer PV Anlage, bei dem man die Effizienz und den Wirkungsgrad einer solchen Photovoltaikanlage erkunden konnte, und beim Abschlussversuch sah man dann ganz genau, wie aus Sonnenenergie elektrische Energie wird, in dem an einem PV Modul eine Glühbirne angeschlossen wurde, die dann leuchtete.

Insgesamt war es ein überaus informativer Vormittag, der vom Thema her auf die Physik der 10. Jahrgangsstufe im technischen Zweig abzielt. Für den einen oder anderen Schüler hat sich die Liste der Berufswünsche sicherlich um einen Platz erweitert.

Vielen Dank an Hr. Setzermann und dem gesamten Team der TST Solarstrom.

StR(RS) Thomas Kessler

Tage der Orientierung in Passau

Wo stehe ich gerade? Wie stelle ich mir meine nahe Zukunft vor?
Welche Werte sind mir wichtig?
Fühle ich mich wohl in meiner Klasse?
Wie können wir an unserer Klassengemeinschaft arbeiten?

Diese und andere Fragen stehen im Mittelpunkt der dreitägigen „Tage der Orientierung“ der 9. Klassen, welche jährlich von der Fachschaft Religion zusammen mit dem katholischen Jugendbüro Pfarrkirchen organisiert werden. Die Klassen 9c und 9e verweilten mit ihren Klassenlehrern Herrn Kraus und Frau Haider sowie den Betreuern Thomas Wimmer und Miriam Wimmer vom 5. bis zum 7. November 2014 im Haus der Jugend in Passau.

Auf die Schüler warteten Sitzungen, in denen sie sich zunächst mit ihrer eigenen Identität und später mit der Klassengemeinschaft beschäftigten. Anhand von Aktivitäten aus der Erlebnispädagogik - wie dem gemeinsamen Bau eines Turms mit verbundenen Augen (ja, das funktioniert!) - wurde den Schülern klar, dass jedes Gruppenmitglied wichtig für das Erreichen von Zielen ist. Ein fester Zusammenhalt im Schulalltag erleichtert somit vieles.

Daneben kam die Freizeit auch nicht zu kurz. Die Zeit, welche die Jugendlichen zur freien Verfügung hatten, wurde mit Spaziergängen zur historischen Veste Oberhaus, Fußballmatches, Kickerturnieren oder mit Musik und Tanz im Discoraum gefüllt. Eine weitere gemeinschaftliche Aktion war der Besuch des Passauer Kinos „Cineplex“, welcher mit einem spannendem Film und einer abenteuerlichen Nachtwanderung verbunden wurde. Diese Aktivitäten dienten dem besseren Kennenlernen der Klassenkameraden: „Kennenlerntage reloaded“ sozusagen. Ein schöner Nebeneffekt dieser Unternehmungen ist die Erbringung des Beweises, dass ein Leben ohne Computer oder Smartphone durchaus noch möglich ist. Viele Jugendliche kommunizieren heutzutage größtenteils medial und leben sozusagen in der virtuellen Welt. In diesen drei Tagen verlor das Handy seinen hohen Stellenwert bei manchem Teilnehmer, sodass einige Smartphones gar vergessen wurden, aus Frau Haiders Safe abgeholt zu werden. Allem Anschein nach sind Aktionen in der „real world“ und Gespräche außerhalb von whatsApp wohl doch spannender und ergiebiger.

Als Resümee zogen die Neuntklässler aus den „Tagen der Orientierung“, dass sie als Gruppe bzw. in der Klassengemeinschaft sehr viel erreichen und schaffen können. Auch lernten sie die Stärken und Schwächen der Menschen, mit welchen sie tagtäglich sehr viel Zeit verbringen, besser kennen und damit umzugehen.

Die Orientierungstage sind somit nicht nur eine Auszeit vom oft stressigen Schulalltag, sondern auch ein wichtiger Baustein für den Prozess des Erwachsenwerdens und der Stärkung der Teamfähigkeit. Diese neuen Eindrücke formen die Jugendlichen und helfen ihnen in der noch verbleibenden Schulzeit sowie dem bevorstehenden (Berufs)Leben.

Brauereibesuch der 8. Klassen

Erlebnis in der Schlossbrauerei Graf Deym

Im Rahmen des Biologieunterrichts lernen die Schüler und Schülerinnen nicht nur die „trockene Theorie“ von Gärungsprozessen, sondern erleben auch die „flüssige Praxis“.

Dazu veranstaltete die Fachschaft Biologie eine Exkursion in die ortsansässige Schlossbrauerei Graf Deym. Dort wurden die Schüler und Schülerinnen von Braumeister Gerhard Damböck über die Geschichte und die Herstellung des Gerstensaftes nach Bayerischem Reinheitsgebot aufgeklärt. Um einen anschaulichen Vortrag zu gestalten, führte der Braumeister die Jugendlichen durch die einzelnen Räume der Brauerei und erklärte dort jeweils Schritt für Schritt den Brauprozess von Bier. Auf diese Weise konnten die Achtklässler ihr im Unterricht erworbenes Wissen aktivieren und bekamen ihr Arbeitsblatt, das sie während des Unterrichtsganges hatten bearbeiten müssen, gewissermaßen noch einmal vor Augen geführt. Zudem wurden offene Fragen beantwortet und ein Bild vom Beruf des Braumeisters vermittelt.

Nach der Brauereibegehung konnten die SchülerInnen ihre zahlreichen Eindrücke und neu gewonnenen Erkenntnisse bei einem kühlen alkoholfreien Getränk mit Herrn Damböck besprechen.

Dieser Ausflug führt einmal mehr die Wichtigkeit eines „Unterrichts zum Anfassen und Erleben“ vor Augen, da die Lernenden so die Verbindung von Theorie und Praxis erkennen und davon in besonderem Maße profitieren.

Reptilienvortrag

Pfeilgiftfrösche und Sandotter zu Besuch im Biologiesaal

Der öffentlich beeidigte Sachverständige Herr Manfred Werdan präsentierte auch heuer in den 6. Klassen lebende heimische und exotische Amphibien und Reptilien und referierte über deren Vorkommen, Verhalten und Gefährdung.

Er hatte als Vertreter für die Amphibien Axolotl und Pfeilgiftfrösche dabei. Ringelnatter, Sandotter, Königspython, Blauzungenskink, Chamäleon, griechische Landschildkröten und Bartagamen waren für die Klasse der Reptilien im Gepäck.

Sehr interessant fanden die Schüler und Schülerinnen, dass ein Axolotl - der auch Feuermonster genannt wird - Teile seines Gehirns und abgebissene Gliedmaßen wieder herstellen kann. Es wird geforscht, ob man dies irgendwann einmal auch auf uns Menschen übertragen kann.

Der Name Pfeilgiftfrosch stammt von giftigen Pfeilspitzen ab. Das Gift wird von manchen Indianerstämmen für die Spitzen von Pfeilen hergenommen. Diese Frösche selbst sind in Gefangenschaft nicht giftig, da hier keine giftigen Gräser auf ihrem Speiseplan stehen.

Sofort erkannten die Jugendlichen die heimische Ringelnatter anhand der beiden hellen Halbmonde hinter dem Kopf. Sie ist in weiten Teilen Bayerns massiv vom Aussterben bedroht. Meist ist natürlich der Mensch durch die Zerstörung des Lebensraums oder den immer stärker werdenden Straßenverkehr dafür verantwortlich.
Die giftigste Schlange Europas ist die europäische Sandotter, die es zum Glück nicht bei uns gibt, aber schon in wärmeren Gegenden Österreichs vorkommen kann. Man erkennt sie anhand eines kleinen Horns vorne auf der Nasenspitze.

Artgerechte Haltung ist dem Referenten bei allen Tieren sehr wichtig. Dies verdeutlichte er z.B. anhand der griechischen Landschildkröten. Aufgrund der stetigen Geruchsbelastung, des enormen Platzbedarfs und umfangreichen Haltungsaufwands werden diese Tiere gerne nach einiger Zeit ausgesetzt und müssen dann entweder qualvoll im Winter sterben oder schädigen als „eingeschleppte“ Art unser Ökosystem.

Die mitgebrachten Tiere durften teilweise von Freiwilligen sogar gehalten, gestreichelt und aus nächster Nähe beobachtet werden. So wird bei vielen auch die Angst vor diesen Tieren gemindert und man sah, dass alle doch liebens- und schützenswerte Lebewesen sind.

MFM - Sexualkunde einmal anders

Heuer startete das MFM-Projekt zum sechsten Mal an unserer Schule. MFM steht für „Mädchen Frauen Meine Tage“ bzw. für „Männer Für Männer“. Diese Aufklärungsveranstaltung - geleitet von externen Pädagogen - findet für die Schüler und Schülerinnen der 6. Klassen ergänzend zum Biologieunterricht auf freiwilliger Basis statt.

Dieses Angebot richtet sich an Jungen und Mädchen vor und während der Pubertät. Ziel ist es, sie über die Veränderungen in ihrem Körper anschaulich zu informieren und damit zu unterstützen, einen positiven Zugang zu diesem zu finden.

Lisa Heigl und Karolina Reischer, beide aus der Klasse 6a, beschrieben die „Zyklus-Show“ für die Mädchen folgendermaßen: „Unser Workshop wurde in drei Abschnitte unterteilt. Der erste Teil handelte von der Entstehung eines Babys, im zweiten Teil ging es um die körperlichen Veränderungen in der Pubertät und zum Schluss unterhielten wir uns über die Blutung. Es wurde alles spielerisch gemacht und mit vielen bunten Tüchern dargestellt. Am Ende bekamen wir ein Erinnerungsgeschenk, das eine Eizelle sein sollte.“

Kevin Meinhart, Lukas Gamsreiter, Raphael Senis und Julian Deller aus den Klassen 6b und 6a schilderten ihre Eindrücke vom Agentenspiel folgendermaßen: „Wir mussten eine abenteuerliche Mission erfüllen! Wir sollten die Stationen der Spermien durch die männlichen Geschlechtsorgane anhand lustiger Spiele erforschen. Um zu verstehen, welchen Weg das Sperma im weiblichen Körper zurücklegt, schlüpfte jeder von uns in die Rolle eines Spermiums. Als wir die Eizelle endlich gefunden hatten, zogen wir Karten, wer das glückliche Spermium sein durfte, das die Eizelle befruchtet. Zum Schluss beschäftigten wir uns noch mit den Veränderungen vom Jungen zum Mann. Vielen Dank für dieses schöne Erlebnis!“

Dank gilt dem Elternbeirat, der diese Veranstaltung bezuschusste.

Flutkatastrophe in Bosnien

Eine Schulklasse der Staatlichen Realschule Arnstorf macht sich stark

Anhaltende Regenfälle in der zweiten Maiwoche 2014 ließen große Gebiete in Bosnien-Herzegowina und Serbien im Hochwasser versinken. Die Regierung in Serbien hatte den Ausnahmezustand ausgerufen. Viele Menschen verloren ihr Leben, mehr als drei Millionen Menschen waren von der Katastrohe betroffen. Darunter auch Schulen, welche zum Teil bis heute den Unterricht nicht wieder aufnehmen konnten.
Eine Schülerin der letztjährigen 8e, Nadina Omahic, deren Vater aus einer von der Flut sehr stark betroffenen Gegend in Bosnien stammt, bat ihre Klasse um Hilfe. Zusammen wollten sie es schaffen Spendengelder für die Flutopfer in Bosnien zu sammeln. Gemeinsam entstand die Idee, Leinentaschen zu bedrucken und diese zu verkaufen. Unterstützt durch weitere Schülerinnen und Schüler der 8.Klassen wurden zahlreiche Taschen, per Siebdruck, mit Ankern bedruckt. Der Kunstsaal verwandelte sich für ein paar Tage in eine Druckwerkstatt, in der unter Anleitung der Kunstlehrerinnen Frau Doris Hafner und Frau Julia Hahn mit Farbe gekleckst, gekrakelt und gedruckt wurde. Das Ergebnis war sehenswert und die fertigen Taschen konnten so auf dem Sommerfest der Realschule Arnstorf verkauft werden. Um noch mehr Geld sammeln zu können, entstand die Idee, in den Pausen Kuchen zu verkaufen. Die Schülerinnen und Schüler der damaligen 8e, brachten zahlreich Kuchen von zu Hause mit und verkauften diese fleißig an ihre hungrigen Mitschüler und Lehrer. Insgesamt konnten 436 Euro eingenommen werden, welche am 23. Oktober von Herrn Realschuldirektor Jürgen Böhm an Herrn und Frau Omahic übergeben wurden. Die Schüler und Schülerinnen der diesjährigen 9e konnten stolz daran teilhaben und erfreuten sich daran, im Sinne einer guten Sache geholfen zu haben. Herr Omahic wird die Spende an eine Grundschule in Bosnien übergeben und den Schülern und Schülerinnen davon berichten.

Kennenlerntage der 5. Klassen

Im Kloster Windberg hatten die Schülerinnen und Schüler der fünften Klassen bei traumhaftem Wetter die Möglichkeit als Gemeinschaft zusammen zu wachsen. Hierzu unternahmen sie gemeinsame Wanderungen über Stock und Stein und versuchten in Gruppen die ihnen gestellten Aufgaben zu lösen. Ob Eier mit Naturmaterialen „fallsicher“ zu verpacken oder in einer Talentshow gemeinsame Fähigkeiten zu präsentieren - die Schülerinnen und Schüler zeigten viel Spaß und Freude bei den Aktivitäten.

Im Klassenverband erarbeiteten sich die Schüler allgemein gültige Verhaltensregeln für ein schönes Miteinander. Bei der Dekoration und Zimmergestaltung der Schlafräume zeigten viele Schüler ihr Talent für Sauberkeit und Ordnung.

Ausklingen ließen wir die Kennenlerntage bei einem gemütlichen Lagerfeuer mit Stockbrot. Hierbei gilt der Dank dem Kloster Windberg, welches uns alle Möglichkeiten für die Tagesgestaltung gab.

Rollenbrecher: Jetzt für 9f voten

Im letzten Schuljahr haben die Schülerinnen und Schüler der letztjährigen 8f im Rahmen des IT Unterrichts Videos für den Wettbewerb Rollenbrecher produziert. Ziel hierbei war der kreative Umgang mit dem Thema “Chancengerechtigkeit für Männer und Frauen”.

Rund 500 Schülerinnen und Schüler haben sich mit 43 Beiträge am Jugendwettbewerb Rollenbrecher beteiligt. Mit einem User-Voting vom 6. – 31. Oktober 2014 werden die drei besten Beiträge des Zuschauerpreises ausgewählt.

Eure Stimme zählt – macht mit!

Auf dem Rollenbrecher Kanal auf youtube (https://www.youtube.com/playlist?list=PL8Gt680MMUTiZNhf2MngdBWMtoI0JsMz0)  kann nun abgestimmt werden. Gezählt werden nur die "Gefällt mir"-Bewertungen. Bei Gleichstand entscheidet die Gesamtzahl der Aufrufe. Bitte unterstützt die Beiträge unserer Schule und votet für einen der folgenden Beiträge: G18, G19 oder G20.

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